EFH Math*

Fotos ©Manuel Hämmerle

Nachverdichtung auf Restfläche


Die Herausforderung, auf dem elterlichen Grundstück Platz für die wachsende Familie des Sohnes zu schaffen, führte zu einer kreativen architektonischen Lösung. Zwischen der Adaptierung des bestehenden Hauses und der Nutzung der kleinen Restfläche im Süden gab es zwei Optionen. Die Entscheidung fiel auf die südseitige Restfläche, da der Bestand sich als wenig sinnvoll für Veränderungen und weitere Investitionen erwies.

„Glücklicherweise“ wiesen die südseitigen Bereiche des bestehenden Hauses keine Wohnräume auf und benötigten nur wenig Belichtungsfläche. So entstand in enger Distanz ein Neubau, der ohne Eingriffe in den Bestand realisiert werden konnte. Um das Raumprogramm der Musikerfamilie unterzubringen, waren drei Geschosse erforderlich, wobei der Keller bewusst in die Planung integriert wurde. Durch eine südseitige Abgrabung entstanden Fenster, die die Räume keinesfalls an einen typischen Keller erinnern lassen. Natürliches Licht durchflutet bereits den Vorraum mit Büroplatz beim Absteigen der Treppe. Ein Proberaum und ein kleines Bad finden sich in diesem Geschoss, während das Wohngeschoss im oberen Stock für mehr Luft und Licht sorgt. Die Schlafräume befinden sich im Erdgeschoss.

Die Einfriedung schafft einen Zwischenraum zum Baukörper, der durch geschickte Bepflanzung einen idyllischen Blick von Dusche und den Kinderschlafräumen ermöglicht. Die Dusche besitzt als Fenster ein vollflächiges, rahmenloses Spiegelglas und bietet ein fast „Aussenduscherlebnis“.

Wie selbstverständlich fügt es sich das ansprechende Haus mit modernem Satteldach nun in die Umgebung ein, wobei doch vorher niemand geahnt hätte, das überhaupt noch ein Haus Platz haben könnte.

Durch die schwarze Holzverkleidung wirkt es elegant und zurückhaltend, was eine weiße Putzfassade nicht vermocht hätte. Die hellen Holzfenster wirken im Kontrast wiederum bereits von außen wohnlich und gemütlich.



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