Neubau im historischen Dorfkern: Ein architektonisches Schmuckstück auf minimaler Fläche
Im ältesten Dorfviertel, geprägt von engen Baustrukturen und Vorgärten, konnte die Bauherrschaft ein kleines Grundstück von nur 108 m²
erwerben, hinzu kommt ein Garten mit einer Größe von 58 m2.
Das bestehende Haus mit desolatem Dach und morscher Substanz bot auch sonst keinerlei erhaltenswerte Qualitäten und wurde durch einen Neubau ersetzt, der sich geschickt und harmonisch in die
Umgebung einfügt.
Um die bestehende Wohnfläche nicht zu reduzieren und zugleich Mindestraumhöhen und Dämmwerte zu erreichen, musste sich das Volumen im Vergleich zum Bestand vergrößern. Dies wurde planerisch und baurechtlich zu einer kniffligen Aufgabe.
Das Baugesetz erlaubte Vergrößerung nur, wenn die Abstandsflächen vom Bestand zum Neubau nicht vergrößert wurden. Abstandsflächen sind
Mindestabstände die abhängig von der Dachhöhe am jeweiligen Punkt gelten.
Mittels raffinierter Planung wurde eine Absenkung des gesamten Baukörpers möglich wodurch der Eingang auf einer Zwischenebene erfolgt. Ein paar Stufen nach unten entstand das Erdgeschoss mit 2,40
m Höhe, im Obergeschoss konnte eine beeindruckende Raumhöhe von 4,2 m im Mittelbereich umgesetzt werden, wo sich vorher der Kreuzgiebel des Dachbodens befand.
Jeder architektonische Kniff, von Rücksprüngen bis zu Dachschrägen, war eng mit den Abstandsflächen verbunden. Ebenso resultierte auch der hochwertige Außenraum in Form eines Z-förmigen Balkons aus dieser Prämisse, denn rechtlich hätte dies auch kein Innenraum werden dürfen.
